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Bild: Ehrungen

Landhotel Küffner, Pfedelbach - Bericht zur Frühjahrsversammlung am 13.3.2025

Gut gelaunt ins neue Imkerjahr

Bereits lang vor Beginn der Frühjahrsversammlung wurden Imkerthemen lebhaft diskutiert. Dieser Austausch ist durch nichts zu ersetzen. Obwohl dabei auch oftmals alte Legenden, welcher keiner wissenschaftlichen Prüfung Stand halten, wieder aufgewärmt werden. Gesprächsthema Nr.1 waren die hohen Winterverluste von bis zu 50%. Die Ursachen bleiben im Dunkeln: war die ganzjährige Oxalsäuerebehandlung bei Verzicht auf Ameisensäure die Ursache oder war es doch das Käfigen der Königin? Vielleicht lag es auch an der vorgenommenen Konzentration des Volks von zwei auf eine Zarge im Herbst? Wurde zu wenig gefüttert? Waren die verlorenen Völker im Herbst zu schwach? Kommt nach einem guten Jahr immer ein schlechtes Jahr? .... So hätte der Abend weiter gehen können doch der Vorsitzende Andreas Grathwohl unterbrach die Fachsimpelei, eröffnete die Versammlung und startete mit den Ehrungen.

Goldene DIB-Nadeln (für 40 Jahre Mitgliedschaft) erhielten Hans-Jürgen Schulz, Klaus Jungwirth und Rolf Müller. Silberne (25 Jahre) Nadeln gingen an Hermann Hochgräber und Frank Achterberg. Erich Wieland erhielt eine Urkunde für 50 Jahre Mitgliedschaft. Alle Geehrten brachten und bringen sich aktiv in den Verein eingebracht, ob als Bienensachverständiger, Kassenprüfer, Kassier, Geländewart oder Vereinshausmanager.

Schließlich kam es noch zu einer seit Jahren nicht mehr vorgenommenen Auszeichnung: Die ehemalige Schriftführerin Karin Laute wurde zum Ehrenmitglied ernannt! Karin Laute war im Verein als Honigobfrau die Expertin bei allen Fragen rund um den Honig. Sie hielt jahrzehntelang Honigschulungen auf Wahlkreisebene ab. Auf Vereinsebene hat sie die Öffentlichkeitsarbeit betrieben und regelmäßig Artikel über unsere Veranstaltungen geschrieben. Für den LVWI verfasste sie in der Bienenpflege die Monatsbetrachtungen. Sie war eine der ersten weiblichen Imkerinnen in unserem Verein. Für viele war und ist sie ein großes Vorbild.

Im Anschluß an die Ehrungen hielt Tanja Grathwohl den Vortrag "Honig mehr als nur ein Nahrungsmittel". Sie sprang kurzfristig für den gebuchten aber erkrankten Referenten Felix Ruprecht ein. Kurzweilig durchlief sie Geschichte, Inhaltsstoffe, medizinische Wirkungen, Fälschungen und Verkauf des Honigs. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die Ausführungen zu dem neuen Gox- Siegel. Die Bedeutung einer kundenorientierten Präsentation des Honigs beim Verkauf wurde erläutert. Auf der Homepage www. lwg.bayern.de (Honigschilder) werden Formulierungen für die Charakterisierung von Honig gezeigt. Nach Beifall und anschließender angeregter Diskussion beruhigte Rainer Schweizer mit seinen Ausführungen zum Stand des Projekts "Varroaresistenz 2033",

Der Weg zur varroafreien Bienenhaltung ist weit. Die vereinsinterne Arbeitsgruppe arbeitet viel und kommt voran. Auf Wunsch erhält dieses Jahr jeder Vereinsimker 10 varroaresistente Larven von Willi Steiner. Die dabei anfallenden Kosten übernimmt der Verein. Außerdem können belegstellenbegattete varroaresistente Königinnen gegen Gebühr bestellt werden. Beim Einweißeln helfen die Mitglieder der Varroaresistenz-Gruppe dem einzelnen Imker.

Mit besonderer Freude eröffnete Andreas Grathwohl den Wettbewerb: " Gib den Bienen/Wildbienen ein Zuhause". Vereinsmitglieder können dabei ihren Garten, Balkon, Terrasse oder Fensterbank bienenfreundlich umgestalten. Alle Mitglieder können daran teilnehmen. Der attraktive Siegerpreis wird vom Vereinsvorstand noch geheim gehalten!

Neuerungen gab es bei der Gebietseinteilung der Sachverständigen (siehe Homepage)
Unter dem Punkt "Allgemeines und Fragen" wurde beschlossen, daß ab nächstem Jahr die Einladungen zu Veranstaltungen per E-Mail vorgenommen werden.

Stephan Langbein erläuterte, daß er, wenn gewünscht, für jeden Imker unter der Vereinshomepage eine einseitige Visitenkarte erstellt. Thomas Fries koordiniert die Vereinsaktivitäten beim Imkertag in Wackershofen. Hierzu können noch Ideen zur Präsentation des Vereinseingereicht werden. Erich Wieland wies noch darauf hin, daß bei Standortwechsel von Bienenvölkern ein Gesundheitszeugnis für diese Völker benötigt wird. Das Zeugnis wird von zuständigen Bienensachverständigen des Vereins ausgestellt. Nach Beendigung des offiziellen Teils wurde der imkerliche Austausch bis spät in die Nacht fortgesetzt.



Wolfgang Beck